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Modul 3 - Durchführung der Stunde

LEK Teil 1 - Eigenes Pattern entwickeln, notieren, einstudieren

Wie notieren wir unsere Musik so, dass andere sie spielen können?

Worum es in dieser Stunde eigentlich geht

Notation ist eine Entscheidung - jedes Zeichen hat Konsequenzen.

Wenn du die Stunde fachfremd übernimmst, hilft dir diese Leitfrage: Nicht „Wie erkläre ich Musik richtig?“, sondern „Welche Erfahrung sollen die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt machen?“ Die musikalischen Begriffe sind nur Werkzeuge. Entscheidend ist, dass die Klasse erlebt, was sie hört, tut, ordnet, verbessert oder gemeinsam trägt.

Vorbereitung des Unterrichtsraums

Der Raum braucht freie Bewegungsfläche und klare Materialinseln: Cajons oder Percussion griffbereit, Tafel oder Smartboard für Pattern und Grid sichtbar. Die Klasse muss körperlich arbeiten können, ohne dass Materialsuche den Anfang zerfasert.

Bereitlegen: LEK-Aufgabenblatt, leeres Rhythmusgrid, Instrumente, Stifte, Zeichenlegende.

Prüfe vor Stundenbeginn, ob die Materialien wirklich erreichbar sind. Was erst während der Stunde gesucht wird, unterbricht den Lernfluss. Lege außerdem fest, wo du selbst stehst, wenn du Ruhe herstellen, einen Versuch starten oder eine Reflexion einsammeln willst.

Einstieg und Rahmung

Beginne knapp, ruhig und ohne lange Vorrede. Die Schülerinnen und Schüler müssen wissen, was sie heute tun, warum das wichtig ist und woran sie merken, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

„Heute arbeiten wir mit Puls, Pattern und Grid. Ihr müsst keine Noten lesen. Entscheidend ist, dass ihr spürt, wann ein Klangereignis kommt, und dass ihr es so wiederholen könnt, dass andere sich daran orientieren können.“

Danach formulierst du den konkreten Auftrag der Stunde in einem Satz: „Am Ende dieser Stunde sollen wir zeigen können, dass wie notieren wir unsere Musik so, dass andere sie spielen können?“ Wenn der Satz grammatisch nicht perfekt sitzt, ist das egal; wichtig ist, dass die Klasse den Arbeitsfokus hört.

Warm-up oder Ankommensphase

Die Ankommensphase ist kein Beiwerk. Sie holt die Klasse aus dem Flur, aus Pausengeräuschen und aus Nebenkommunikation in den gemeinsamen Arbeitsmodus. Halte sie kurz, aber ernst.

Wenn ein Warm-up vorgesehen ist, erklärst du es nicht theoretisch. Du gibst zuerst den Handlungsauftrag, lässt ihn einmal ausführen und sicherst dann mit einer einzigen Frage: „Was hat euch geholfen, gemeinsam zu bleiben?“ oder „Was habt ihr gerade wahrgenommen?“

Durchführung Schritt für Schritt

1. Pattern mit mindestens drei Stimmen entwickeln

Erst sprechen, dann ins Grid eintragen. Nicht umgekehrt. Abgabe ist verbindlich: Nach UE7 wird nicht mehr korrigiert.

So kannst du es sagen: „Denkt in Steps. Ein Klang sitzt auf einem bestimmten Step. Wir müssen nicht über Notenwerte sprechen, sondern nur klären: Auf welchem Step passiert etwas?“

2. Bumm/Tschak/X sprechen und klären

Erst sprechen, dann ins Grid eintragen. Nicht umgekehrt. Abgabe ist verbindlich: Nach UE7 wird nicht mehr korrigiert.

So kannst du es sagen: „Denkt in Steps. Ein Klang sitzt auf einem bestimmten Step. Wir müssen nicht über Notenwerte sprechen, sondern nur klären: Auf welchem Step passiert etwas?“

3. Grid mit allen Stimmen und Zählzeiten ausfüllen

Erst sprechen, dann ins Grid eintragen. Nicht umgekehrt. Abgabe ist verbindlich: Nach UE7 wird nicht mehr korrigiert.

So kannst du es sagen: „Denkt in Steps. Ein Klang sitzt auf einem bestimmten Step. Wir müssen nicht über Notenwerte sprechen, sondern nur klären: Auf welchem Step passiert etwas?“

4. Lesbarkeit prüfen und Pattern dreimal stabil spielen

Erst sprechen, dann ins Grid eintragen. Nicht umgekehrt. Abgabe ist verbindlich: Nach UE7 wird nicht mehr korrigiert.

So kannst du es sagen: „Denkt in Steps. Ein Klang sitzt auf einem bestimmten Step. Wir müssen nicht über Notenwerte sprechen, sondern nur klären: Auf welchem Step passiert etwas?“

Deine Rolle während der Stunde

Du führst den Puls ruhig und körperlich. Du erklärst wenig abstrakt, sondern lässt Bewegungen, Wiederholungen und kurze Korrekturen sprechen. Wenn etwas auseinanderfällt, gehst du zum kleineren Pattern zurück.

Greife ein, wenn der Arbeitsrahmen kippt, aber nicht bei jeder Unsicherheit. Unsicherheit ist in diesen Stunden oft produktiv: Die Klasse merkt, dass eine Vereinbarung, ein Klang, ein Step oder eine Wahrnehmung noch nicht trägt. Deine Aufgabe ist dann, den nächsten machbaren Schritt zu markieren.

Typische Stolperstellen

In der LEK-Vorbereitung drohen endlose Diskussionen und zu komplizierte Patterns. Die Lehrkraft muss die Gruppen früh ins Tun bringen. Gerade leistungsstarke Gruppen entwerfen schnell zu viel; unsichere Gruppen warten auf Vorgaben. Der Prüfungsrahmen hilft als Begrenzung: mindestens drei Stimmen, eindeutig lesbares Grid, spielbar für eine andere Gruppe. Was nicht lesbar ist, ist noch keine gemeinsame Musik.

Wenn die Gruppe unruhig wird, verkleinere den Auftrag. Wenn sie zu schnell spielt oder spricht, verlangsame. Wenn sie eine Antwort von dir erwartet, gib die Frage zurück: „Woran würdet ihr merken, dass es funktioniert?“

Abschluss und Übergang

Das abgegebene Grid wird in UE8 von einer anderen Gruppe gelesen, gespielt und reflektiert.

Schließe die Stunde nicht nur organisatorisch, sondern inhaltlich. Eine mögliche Formulierung ist: „Heute haben wir nicht einfach etwas gemacht, sondern einen Schritt gelernt. Der Schritt war: Wir haben aus einem ersten Versuch eine bewusstere Entscheidung gemacht.“ Danach kündigst du an, wozu dieser Schritt in der nächsten Stunde gebraucht wird.

Übungskarten zur Stunde

Diese Karten helfen während der Durchführung: Aktivität, Übungslogik und konkrete Unterrichtshandlung.

Praxisfenster

LEK 1

Kurzvorschau: Inhalt, Einsatz und Entscheidungspunkt für die Stunde.

Erst sprechen, dann ins Grid eintragen. Nicht umgekehrt. Abgabe ist verbindlich: Nach UE7 wird nicht mehr korrigiert.

Aktivität

Eigenes Grid so erstellen, dass eine andere Gruppe es ohne Erklärung spielen kann.

Zentrale Handlungsschritte der Stunde.

  1. Pattern mit mindestens drei Stimmen entwickeln
  2. Bumm/Tschak/X sprechen und klären
  3. Grid mit allen Stimmen und Zählzeiten ausfüllen
  4. Lesbarkeit prüfen und Pattern dreimal stabil spielen
Tafelbild

Sicherung / Merksatz

Sicherung der Stunde als sichtbare Entwicklungsbewegung.

Erst sprechen. Dann notieren. Dann prüfen.

Materialien

Vorbereitung

Was für diese UE tatsächlich bereitliegen oder geprüft sein muss.

LEK-Aufgabenblatt UE7bereit
Leeres Rhythmusgridbereit
Zeichenlegende B/T/X/Pausebereit
Instrumente und Stiftebereit

Praxis während der Durchführung

Diese Hinweise gehören nicht in den schnellen Überblick. Sie sind hier richtig, weil sie beim tatsächlichen Unterrichten helfen: Was bedeutet die Stunde im Modul, welche Reaktionen sind erwartbar, wo kann es haken und wie bleibst du handlungsfähig?

Unterrichtliche Vertiefung

Funktion der Stunde im Modul

Warum diese Stunde an dieser Stelle der Reihe steht.

Beat & Grid führt von Puls über Pattern und Ensemble zum Grid als kommunizierbarer musikalischer Entscheidung. Diese Stunde fokussiert: Eigenes Grid so erstellen, dass eine andere Gruppe es ohne Erklärung spielen kann.

Übungen und Durchführung

Die zentralen Handlungsschritte aus der Stundenfassung, komprimiert für die Vorbereitung.

  1. 1. Pattern mit mindestens drei Stimmen entwickelnErst sprechen, dann ins Grid eintragen. Nicht umgekehrt. Abgabe ist verbindlich: Nach UE7 wird nicht mehr korrigiert.
  2. 2. Bumm/Tschak/X sprechen und klärenErst sprechen, dann ins Grid eintragen. Nicht umgekehrt. Abgabe ist verbindlich: Nach UE7 wird nicht mehr korrigiert.
  3. 3. Grid mit allen Stimmen und Zählzeiten ausfüllenErst sprechen, dann ins Grid eintragen. Nicht umgekehrt. Abgabe ist verbindlich: Nach UE7 wird nicht mehr korrigiert.
  4. 4. Lesbarkeit prüfen und Pattern dreimal stabil spielenErst sprechen, dann ins Grid eintragen. Nicht umgekehrt. Abgabe ist verbindlich: Nach UE7 wird nicht mehr korrigiert.

Didaktische Hinweise

Erwartbare Schülerreaktionen

Typische Reaktionen und produktive Lernmomente.

Gruppe wartet auf Vorgabe, diskutiert Rollen endlos, schreibt erst spät oder entwirft ein zu kompliziertes Pattern.

Handlungsempfehlungen nach Neuer Autorität

  • Präsenz zeigen: ruhig im Kreis bleiben, den Puls oder Auftrag körperlich vormachen und die Gruppe nicht durch lange Erklärungen verlieren.
  • Beziehung vor Eskalation: Widerstand kurz wahrnehmen, Verantwortung anbieten und keine öffentliche Machtprobe beginnen.
  • Transparenz: Die Konsequenz der Stunde benennen: Was heute nicht stabil wird, fehlt später beim gemeinsamen Grid.

Entscheidungsrecht wird vergeben, nicht verhandelt. Eine Person schreibt, andere spielen und prüfen. Die Lehrkraft begrenzt Komplexität freundlich, aber klar: Verständlichkeit zählt vor Effekt.

Herausforderungen

In der LEK-Vorbereitung drohen endlose Diskussionen und zu komplizierte Patterns.

Die Lehrkraft muss die Gruppen früh ins Tun bringen. Gerade leistungsstarke Gruppen entwerfen schnell zu viel; unsichere Gruppen warten auf Vorgaben.

Der Prüfungsrahmen hilft als Begrenzung: mindestens drei Stimmen, eindeutig lesbares Grid, spielbar für eine andere Gruppe. Was nicht lesbar ist, ist noch keine gemeinsame Musik.

Übergang / Sicherung

Das abgegebene Grid wird in UE8 von einer anderen Gruppe gelesen, gespielt und reflektiert.