Worum es in dieser Stunde eigentlich geht
Jede Gruppe spielt C-G-Am-F in drei Durchläufen mit Verbesserungsrunden. Bewertet werden Kohäsion, Stabilisierung, Korrekturbewegung und Verlässlichkeit der Folge.
Wenn du die Stunde fachfremd übernimmst, hilft dir diese Leitfrage: Nicht „Wie erkläre ich Musik richtig?“, sondern „Welche Erfahrung sollen die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt machen?“ Die musikalischen Begriffe sind nur Werkzeuge. Entscheidend ist, dass die Klasse erlebt, was sie hört, tut, ordnet, verbessert oder gemeinsam trägt.
Vorbereitung des Unterrichtsraums
Keyboards, Kopfhörer, Ukulelen, Cajons und ggf. Smartboard müssen vor Stundenbeginn funktional bereitliegen. Das Metronom wird als heller Orientierungsklick genutzt. Sprich nicht über Takte oder Zählzeiten, sondern konsequent über Steps, Step-Puls und Step-Raster.
Bereitlegen: Alle Instrumente, Bewertungsbogen, Reflexionsblatt, Beobachtungsbogen, ggf. Aufnahmegerät.
Prüfe vor Stundenbeginn, ob die Materialien wirklich erreichbar sind. Was erst während der Stunde gesucht wird, unterbricht den Lernfluss. Lege außerdem fest, wo du selbst stehst, wenn du Ruhe herstellen, einen Versuch starten oder eine Reflexion einsammeln willst.
Einstieg und Rahmung
Beginne knapp, ruhig und ohne lange Vorrede. Die Schülerinnen und Schüler müssen wissen, was sie heute tun, warum das wichtig ist und woran sie merken, dass sie auf dem richtigen Weg sind.
„Wir denken heute in Steps wie bei einem Stepsequencer. Ein Klangereignis sitzt auf einem Step. Dadurch können wir genau über Positionen sprechen, ohne Notenwerte erklären zu müssen. Der helle Klick hilft uns nur als Orientierung.“
Danach formulierst du den konkreten Auftrag der Stunde in einem Satz: „Am Ende dieser Stunde sollen wir zeigen können, dass trägt sich unsere Gruppe selbst?“ Wenn der Satz grammatisch nicht perfekt sitzt, ist das egal; wichtig ist, dass die Klasse den Arbeitsfokus hört.
Warm-up oder Ankommensphase
Die Ankommensphase ist kein Beiwerk. Sie holt die Klasse aus dem Flur, aus Pausengeräuschen und aus Nebenkommunikation in den gemeinsamen Arbeitsmodus. Halte sie kurz, aber ernst.
Wenn ein Warm-up vorgesehen ist, erklärst du es nicht theoretisch. Du gibst zuerst den Handlungsauftrag, lässt ihn einmal ausführen und sicherst dann mit einer einzigen Frage: „Was hat euch geholfen, gemeinsam zu bleiben?“ oder „Was habt ihr gerade wahrgenommen?“
Durchführung Schritt für Schritt
1. Einspielen
Einspielen, drei Durchläufe pro Gruppe, Bandleader führt Verbesserungsrunden, Reflexionsblatt oder mündliche Reflexion.
So kannst du es sagen: „Denkt in Steps. Ein Klang sitzt auf einem bestimmten Step. Wir müssen nicht über Notenwerte sprechen, sondern nur klären: Auf welchem Step passiert etwas?“
2. Drei Durchläufe
Einspielen, drei Durchläufe pro Gruppe, Bandleader führt Verbesserungsrunden, Reflexionsblatt oder mündliche Reflexion.
So kannst du es sagen: „Denkt in Steps. Ein Klang sitzt auf einem bestimmten Step. Wir müssen nicht über Notenwerte sprechen, sondern nur klären: Auf welchem Step passiert etwas?“
3. Verbesserungsrunde durch Bandleader
Einspielen, drei Durchläufe pro Gruppe, Bandleader führt Verbesserungsrunden, Reflexionsblatt oder mündliche Reflexion.
So kannst du es sagen: „Denkt in Steps. Ein Klang sitzt auf einem bestimmten Step. Wir müssen nicht über Notenwerte sprechen, sondern nur klären: Auf welchem Step passiert etwas?“
4. Reflexion nach dem dritten Durchlauf
Einspielen, drei Durchläufe pro Gruppe, Bandleader führt Verbesserungsrunden, Reflexionsblatt oder mündliche Reflexion.
So kannst du es sagen: „Denkt in Steps. Ein Klang sitzt auf einem bestimmten Step. Wir müssen nicht über Notenwerte sprechen, sondern nur klären: Auf welchem Step passiert etwas?“
Deine Rolle während der Stunde
Du hältst die Step-Sprache konsequent durch. Korrigiere nicht mit Musiktheorie, sondern mit Positionen: „Auf welchem Step sitzt dein Klang? Wer gibt Orientierung? Wo steigt die Gruppe gemeinsam ein?“
Greife ein, wenn der Arbeitsrahmen kippt, aber nicht bei jeder Unsicherheit. Unsicherheit ist in diesen Stunden oft produktiv: Die Klasse merkt, dass eine Vereinbarung, ein Klang, ein Step oder eine Wahrnehmung noch nicht trägt. Deine Aufgabe ist dann, den nächsten machbaren Schritt zu markieren.
Typische Stolperstellen
Die LEK darf nicht als Fehlerjagd verstanden werden; bewertet wird die Korrekturbewegung. Die Lehrkraft muss Prüfungsdruck entgiften. Drei Durchläufe bedeuten: Der erste darf wackeln, der zweite zeigt Entscheidung, der dritte zeigt, ob die Gruppe gelernt hat. Bei Schuldzuweisungen wird sofort auf Rollen und nächste Handlung gelenkt: Was ändert ihr? Wer zählt ein? Welche Stelle sichern wir? Bewertet wird Zusammenwirken, nicht Perfektion.
Wenn die Gruppe unruhig wird, verkleinere den Auftrag. Wenn sie zu schnell spielt oder spricht, verlangsame. Wenn sie eine Antwort von dir erwartet, gib die Frage zurück: „Woran würdet ihr merken, dass es funktioniert?“
Abschluss und Übergang
Von der bewerteten Aufführung zur Wachstumsrunde und möglichen Referaten.
Schließe die Stunde nicht nur organisatorisch, sondern inhaltlich. Eine mögliche Formulierung ist: „Heute haben wir nicht einfach etwas gemacht, sondern einen Schritt gelernt. Der Schritt war: Wir haben aus einem ersten Versuch eine bewusstere Entscheidung gemacht.“ Danach kündigst du an, wozu dieser Schritt in der nächsten Stunde gebraucht wird.