Dirigat ohne Erklärung
Die Lehrkraft dirigiert, die Wirkung wird zunächst erlebt und erst danach reflektiert.
Modul 1 · UE2
„Wie können wir gemeinsam Klang organisieren?“
Wie können wir gemeinsam Klang organisieren?
Klang kann organisiert werden. Gemeinsames Musizieren braucht Verständigung.
Dirigierzeichen erleben, reflektieren und selbst übernehmen.
Kleinpercussion, Hörjournal, Stuhlkreis.
45 Minuten
| Zeichen | Bedeutung |
|---|---|
| Hand hoch | spielen |
| Hand runter | stoppen |
| große Bewegung | lauter |
| kleine Bewegung | leiser |
| Kreis | weiterspielen |
Die Lehrkraft dirigiert, die Wirkung wird zunächst erlebt und erst danach reflektiert.
Klang verändert sich durch gemeinsame Aufmerksamkeit auf Zeichen.
| Zeit | Phase | Inhalt | Funktion |
|---|---|---|---|
| 0–2 Min. | Ankommen | Instrumente sichtbar in der Kreismitte | Ritualisierung |
| 2–5 Min. | Stilleübung | Zweiminütige Stille | Wahrnehmung schärfen |
| 5–8 Min. | Hörjournal | Wahrnehmungen notieren | Dokumentieren |
| 8–10 Min. | Instrumentenwahl | Instrument auswählen | Übergang |
| 10–13 Min. | Einführung | Lehrkraft dirigiert ohne Erklärung | Neugier erzeugen |
| 13–16 Min. | Dirigat I | Erste Erfahrung mit Zeichen | Wirkung erleben |
| 16–18 Min. | Reflexion I | Beobachtungen sammeln | Bewusstmachen |
| 18–21 Min. | Dirigat II | Zweiter Durchgang | Vertiefung |
| 21–23 Min. | Reflexion II | Vergleich der Erfahrungen | Lernfortschritt |
| 23–26 Min. | Schülerdirigat I | Erster Schüler dirigiert | Verantwortung |
| 26–28 Min. | Reflexion III | Musiker und Dirigent reflektieren | Kommunikation |
| 28–31 Min. | Schülerdirigat II | Zweiter Schüler dirigiert | Verantwortung |
| 31–33 Min. | Reflexion IV | Kurze Auswertung | Verbesserung |
| 33–36 Min. | Schülerdirigat III | Dritter Schüler dirigiert | Eigenverantwortung |
| 36–39 Min. | Reflexion V | Gemeinsame Auswertung | Bündelung |
| 39–45 Min. | Abschlusskreis | Reflexion und Zielerkenntnis | Transfer |
Überraschung, dass kleine Gesten Klang verändern; Unsicherheit beim Dirigieren; Freude an Verantwortung. Manche Zeichen bleiben zunächst unklar oder werden zu groß gespielt.
Einzelne folgen dem Dirigat eventuell nicht. Verhalten beschreiben, Kooperation einladen oder Beobachtungsrolle vergeben. Der Fokus liegt auf Verständigung, nicht auf perfekter Ausführung.
Nonverbale Verständigung ernst nehmen. Beobachten lassen: Wer reagiert aufmerksam? Wer übernimmt Verantwortung? Gute Zeichen sind sparsam, wiederholbar und für die Gruppe lesbar.
Sicherungssatz: Gemeinsamer Klang braucht Zeichen, Aufmerksamkeit und Vereinbarung. Übergang zu UE3: Können auch gezeichnete Zeichen Klang beeinflussen?