← Zurück zur Modulübersicht30-Sekunden-Überblick · Ansicht für Lehrkraft

Modul 1 · UE3

Klang sichtbar machen

„Können gezeichnete Zeichen Klang beeinflussen?“

30-Sekunden-Überblick für die Stunde
Leitfrage

Können gezeichnete Zeichen Klang beeinflussen?

Ziel

Erst durch Vereinbarung entsteht ein gemeinsames Klangstück.

Kernaktivität

Grafische Zeichen deuten, vereinbaren, spielen und vergleichen.

Materialien

Grafische Notation, Kleinpercussion, Hörjournal.

Dauer

45 Minuten

Unterrichtliche Vertiefung

Funktion der Stunde im Modul
  • Wir hören Klang.
  • Wir organisieren Klang.
  • Wir machen Klang sichtbar.
  • Die Schülerinnen und Schüler erleben erstmals, dass Musik nicht nur durch Hören oder Dirigieren organisiert werden kann, sondern auch durch grafische Zeichen. Dabei entdecken sie, dass Zeichen keine eindeutigen Bedeutungen besitzen und trotzdem gemeinsames Musizieren ermöglichen.
Übungen und Durchführung
  1. Übung 1 – Die Partitur betrachtenAuftrag Die Klasse betrachtet die grafische Notation. Noch wird nicht gespielt. Was fällt euch auf?
  2. Übung 2 – Umsetzung INun wird die grafische Notation gespielt. Auftrag Entwickelt gemeinsam eine Version dieser Partitur. Wer spielt wann?
  3. Übung 3 – Umsetzung IIDie Klasse spielt dieselbe Partitur erneut. Diesmal dürfen Entscheidungen verändert werden. andere Instrumente andere Lautstärken

Zeichen deuten

Striche, Kreise, Dreiecke und Punkte erhalten gemeinsam vereinbarte Klangbedeutungen.

Zwei Varianten

  1. Bedeutungen entwickeln
  2. Variante 1 spielen
  3. Neue Bedeutungen
  4. Variante 2 vergleichen

Tafelbild

Zeichen → Vereinbarung → Klangwirkung.

Materialien

NotationVorlage
KleinpercussionInstrumente

Stundenverlauf kompakt

0–10 Min.
Stille, Journal, Einführung
10–20 Min.
Bedeutungen und Variante 1
20–31 Min.
Reflexion und neue Deutungen
31–40 Min.
Variante 2 und Vergleich
40–45 Min.
Transfer
Vollständige tabellarische Verlaufsplanung öffnen
ZeitPhaseInhaltFunktion
0–3 Min.StilleübungBekannte StilleübungRitualisierung
3–5 Min.HörjournalWahrnehmungen notierenDokumentation
5–8 Min.Rückblick UE2Dirigierzeichen erinnernAktivierung
8–12 Min.Einführung grafische NotationErste Partitur betrachtenIrritation und Neugier
12–15 Min.DeutungsphaseVermutungen sammelnInterpretation
15–20 Min.InstrumentenwahlInstrument auswählenVorbereitung
20–28 Min.Umsetzung IErste Version spielenErfahrung sammeln
28–32 Min.Reflexion IUnterschiede besprechenBewusstmachen
32–38 Min.Umsetzung IINeue Entscheidungen treffenVertiefung
38–42 Min.Reflexion IIVergleich der VersionenErkenntnisgewinn
42–45 Min.AbschlusskreisZielerkenntnis sichernTransfer

Didaktische Hinweise

Erwartbare Schülerreaktionen

Unterschiedliche Deutungen, Diskussion über passende Klänge und Überraschung über veränderte Atmosphäre. Häufig entsteht der Wunsch nach „richtigen“ Bedeutungen.

Handlungsempfehlungen nach Neuer Autorität

  • Präsenz zeigen: ruhig in der Nähe bleiben, Blickkontakt anbieten und den Arbeitsrahmen klar wiederholen.
  • Beziehung vor Eskalation: Irritationen oder Widerstand nicht öffentlich ausfechten, sondern ankündigen: „Ich komme gleich zu dir und wir klären den nächsten Schritt.“
  • Transparenz und Wiedergutmachung: Beiträge, die den Lernweg stören, in eine konkrete Verantwortung überführen: beobachten, sichern, Material ordnen oder einen nächsten Versuch mit vorbereiten.
Herausforderungen

Zeichen werden möglicherweise als eindeutig verstanden. Wichtig ist der Interpretationsspielraum: Dasselbe Zeichen kann verschieden klingen, solange die Gruppe sich verständigt.

Empfehlung

Missverständnisse produktiv nutzen: Bedeutung entsteht durch Vereinbarung, nicht durch das Zeichen allein. Variante 1 und Variante 2 bewusst vergleichen lassen.

Übergang / Sicherung

Sicherungssatz: Notation ist keine fertige Musik, sondern ein gemeinsamer Lesevertrag. Übergang zu UE4: Wenn Klang sichtbar werden kann, wie halten wir Umweltklänge aus einem Soundwalk fest?