Projektarbeit Stunde 3: Klangstück ausarbeiten
Die geplante Klanggeschichte wird in der Werkstattphase zu einer spielbaren Fassung ausgearbeitet.
Zeichen, Einsätze, Übergänge und Rollen müssen beim Spielen tragen.
Modul 1 - Durchführung der Stunde
Wie machen wir unsere Klanggeschichte hörbar?
Eine Klanggeschichte wird erst zum Klangstück, wenn Zeichen, Einsätze, Übergänge und Rollen beim Spielen wirklich tragen.
Wenn du die Stunde fachfremd übernimmst, hilft dir diese Leitfrage: nicht „Wie erkläre ich Musik richtig?", sondern „Welche Erfahrung sollen die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt machen?" Die musikalischen Begriffe sind nur Werkzeuge. Entscheidend ist, dass jede Gruppe ihre eigene Geschichte – verbale Erzählung, Instrumentenzuteilung und grafische Skizze – zu einer stimmigen, spielbaren Fassung zusammenführt.
Stelle die Stühle so, dass alle einander sehen können – für den gemeinsamen Beginn und das gemeinsame Ende der Stunde. Für die Werkstattphase arbeiten die Gruppen wie in der vorherigen Stunde getrennt, im selben Raum oder auf mehrere Räume verteilt.
Bereitlegen: Projekt-Planungsbogen jeder Gruppe, die Notationsskizze aus der vorherigen Stunde, Instrumente, Notenständer.
Prüfe vor Stundenbeginn, ob jede Gruppe ihre eigene Skizze und ihren eigenen Planungsbogen vorliegen hat. Ohne diese Grundlage kann die heutige Ausarbeitung nicht beginnen.
Beginne knapp, ruhig und ohne lange Vorrede.
Formuliere danach den konkreten Auftrag der Stunde:
Weise außerdem darauf hin, dass die grobe Skizze aus der letzten Stunde jetzt vorliegen und als Ausgangspunkt dienen muss:
Aus zeitlichen Gründen entfällt in dieser Stunde die sonst übliche Ankommensphase mit Stille und Hörjournal. Die Stunde geht direkt vom Einstieg in die Gruppenarbeit über.
Jede Gruppe sieht sich zunächst ihre eigenen Unterlagen an: die verbale Klanggeschichte, die Instrumentenzuteilung und die grobe Skizze.
Die gesamte Stunde ist Werkstattzeit innerhalb der Gruppen. Es findet keine Vorführung vor der ganzen Klasse statt – diese folgt erst in der separaten Präsentationsstunde. Die Gruppen arbeiten eigenständig; du gehst von Gruppe zu Gruppe, hörst hinein und stehst für Fragen zur Verfügung.
Die Gruppe arbeitet ihre grobe Skizze zu einer vollständigen, einfachen grafischen Notation aus. Jede Entscheidung wird darauf geprüft, ob sie beim Spielen tatsächlich trägt.
Wer in der Gruppe die Dirigentenrolle übernommen hat, übt jetzt die vollständige Funktion: Einsätze geben, Übergänge führen, Orientierung an der eigenen Notation sichern.
Wer diese Rolle übernommen hat, achtet beim Proben besonders auf Verständlichkeit, Übergänge, Wirkung und den Zusammenhalt der Klanggeschichte – und gibt der Gruppe dazu Rückmeldung.
Die Gruppe spielt ihr Stück mehrfach durch, reflektiert nach jedem Durchgang knapp, was funktioniert und was noch nicht, und verbessert gezielt eine Sache pro Durchgang.
Ideen dürfen verändert, ersetzt oder umgestaltet werden. Wichtig ist, kurz bei der Idee zu bleiben, sie wirklich auszuprobieren, und dann begründet zu entscheiden, ob sie bleibt oder ersetzt wird.
Am Ende soll eine 60 bis 90 Sekunden lange Klanggeschichte stehen, die zur verbalen Geschichte der Gruppe passt, die richtig zugeteilten Instrumente nutzt und die auf der erarbeiteten Skizze beruht.
Du arbeitest in dieser Stunde als Coach. Geh von Gruppe zu Gruppe, höre rein, steh für Fragen zur Verfügung und hilf bei Problemen in der Umsetzung oder bei der Klarheit der Klanggeschichte. Du kannst Nachfragen stellen, Brücken bauen und Impulse geben, wenn das nötig ist – aber du gibst keine fertigen Lösungen vor und übernimmst nicht die Regie der Gruppe.
Bewertet wird in dieser Stunde – wie in den vorangegangenen Stunden der Projektarbeit – ausschließlich das Arbeitsverhalten, nicht der inhaltliche Stand der Arbeit selbst. Die eigentliche Bewertung des Portfolios erfolgt erst, wenn alle Arbeitsblätter in der folgenden Präsentationsstunde eingereicht werden. Eine Vorführung vor der ganzen Klasse findet in dieser Stunde nicht statt.
Beim Übergang von der Idee zum fertigen Stück wird Kooperation wichtiger als Ideenreichtum. Lies die Gruppenprozesse: Wer übernimmt zu viel, wer zieht sich zurück, welche Idee blockiert die Probe? In diesem Kontext ist das soziale Arrangement der Gruppe oft entscheidender als die musikalische Idee selbst. Formuliere Korrekturen als Arbeitsroutine: eine Stelle wählen, einmal ändern, erneut spielen. So bleibt die Verantwortung bei der Gruppe, ohne dass Fehler einzelnen Personen zugeschrieben werden.
Wenn eine Gruppe unruhig wird, verkleinere den Auftrag. Wenn sie eine Antwort von dir erwartet, gib die Frage zurück: „Woran würdet ihr merken, dass euer Stück funktioniert?"
Von der fertigen Werkstattfassung zur Generalprobe und Präsentation in der nächsten Stunde.
Am Ende der Stunde kommen alle Gruppen noch einmal kurz im Klassenraum zusammen.
Erinnere daran, wie es weitergeht:
Danach wird die Klasse entlassen.
Die Karten verdichten die praktische Unterrichtsbewegung, ohne den Durchführungstext zu ersetzen.
Die geplante Klanggeschichte wird in der Werkstattphase zu einer spielbaren Fassung ausgearbeitet.
Zeichen, Einsätze, Übergänge und Rollen müssen beim Spielen tragen.
Projekt-Planungsbogen, Notationsskizze, Instrumente, Notenständer.
Entscheidend ist, dass Materialsuche die Stunde nicht unterbricht.
Von der fertigen Werkstattfassung zur Generalprobe und Präsentation.
Die geplante Klanggeschichte wird in der Werkstattphase zu einer spielbaren Fassung ausgearbeitet.
Zeichen, Einsätze, Übergänge und Rollen müssen beim Spielen tragen.
Gruppenwerkstatt, Skizze ausarbeiten, Dirigat üben, Klangberatung, mehrfach spielen und gezielt verbessern.
Die Herausforderung liegt darin, Wahrnehmung, Ordnung und Verantwortung nicht vorschnell an die Lehrkraft zurückzuziehen.
Halte den Rahmen klar, gib Verantwortung an die Gruppe zurück und frage immer nach der Funktion: Woran merken wir, dass es trägt?
Von der fertigen Werkstattfassung zur Generalprobe und Präsentation.