Soundwalk und Notation entwickeln
Ein langsamer Soundwalk wird zur Grundlage einer gemeinsamen grafischen Partitur.
Aufschreiben bedeutet hier: Wahrnehmung auswählen, Instrumenten zuordnen und in eine spielbare Form bringen.
Modul 1 - Durchführung der Stunde
Wie können wir Geräusche aus dem Schulgebäude und von draußen so notieren, dass daraus eine spielbare Klangpartitur entsteht?
Gehörte Klänge werden ausgewählt, den bereits in UE 3 verabredeten Instrumenten zugeordnet und in eine gemeinsame grafische Partitur übertragen. Aufschreiben bedeutet hier: Wahrnehmung in eine spielbare Form bringen.
Wenn du die Stunde fachfremd übernimmst, hilft dir diese Leitfrage: nicht „Wie erkläre ich Musik richtig?", sondern „Welche Erfahrung sollen die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt machen?" Die musikalischen Begriffe sind nur Werkzeuge. Entscheidend ist, dass die Klasse erlebt, was sie hört, ordnet, notiert und am Ende selbst zum Klingen bringt.
Wichtig: Die Zuordnung von Symbol zu Instrument wurde bereits in UE 3 verabredet. Sie wird in dieser Stunde nicht neu ausgehandelt, sondern übernommen und angewendet. Das schafft Kontinuität über die Reihe hinweg – die Klasse erfährt, dass eine einmal getroffene Verabredung trägt.
Stelle die Stühle so, dass alle einander sehen können – für den Beginn und für die Rückkehr. Bereitlegen: Soundwalk-Arbeitsblatt (Raster zum Eintragen während des Gangs), ein zweites Arbeitsblatt mit leerer Partiturfläche und Legendentabelle, Stifte, Tafel/Smartboard, Hörjournal.
Prüfe vor Stundenbeginn, ob alle Materialien wirklich erreichbar sind. Das zweite Arbeitsblatt – die grafische Notationsfläche – muss unmittelbar bei der Rückkehr aus dem Soundwalk bereitliegen. Wird es erst gesucht, reißt das den entstehenden Schwung aus dem Soundwalk wieder ab.
Beginne knapp, ruhig und ohne lange Vorrede.
Formuliere danach den konkreten Auftrag der Stunde in einem Satz:
Die Stunde beginnt wie gewohnt mit der bekannten Wahrnehmungsübung und dem Hörjournal-Eintrag. Eine Brückenminute entfällt heute – an ihre Stelle tritt die Ankündigung des Soundwalks selbst, der den Übergang zum musikalischen Handeln ersetzt:
Die Klasse geht gemeinsam, langsam und schweigend durch das Schulgebäude, dreht eine kleine Runde auf dem Pausenhof und kehrt in den Klassenraum zurück. In dieser Zeit wird nicht gesprochen – die Schülerinnen und Schüler sind wahrnehmungsbereit.
Du unterbrichst den Gang an mehreren Stellen bewusst – das gibt sowohl Schülerinnen und Schülern, denen Stille schwerfällt, eine Entlastung, als auch allen die Möglichkeit, wahrgenommene Geräusche direkt im Soundwalk-Arbeitsblatt einzutragen, solange die Erinnerung noch frisch ist.
Ziel: Jede Schülerin und jeder Schüler hat mindestens drei, im besten Fall bis zu sechs Geräusche notiert.
Direkt bei der Rückkehr in den Klassenraum wird das zweite Arbeitsblatt mit der leeren Partiturfläche und Legendentabelle ausgeteilt. Die Stühle bleiben zunächst im Kreis.
Die Klasse berichtet, welche Geräusche wahrgenommen wurden – und wie laut oder leise sie waren, wo im Gang sie auftraten.
Bevor die Klasse die neuen Geräusche in Zeichen überträgt, wird die in UE 3 verabredete Zuordnung von Symbol und Instrument kurz erinnert – nicht neu verhandelt:
An der Tafel entsteht eine gemeinsame grafische Notation, die den Verlauf des Soundwalks abbildet – wann, wo, welches Geräusch, in welcher Intensität. Die Schülerinnen und Schüler zeichnen die Partitur auf ihrem eigenen Arbeitsblatt mit.
Die Notation muss an dieser Stelle nicht fein ausgearbeitet sein. Eine einfache, klar lesbare grafische Linie reicht – sie ist der Ausgangspunkt für die klingende Umsetzung, nicht das fertige Ergebnis.
Was muss man auf dieser Partitur erkennen können, damit jemand anderes sie spielen kann? Quelle, Reihenfolge, Einsatz, Dichte, Dauer und Klangart werden benannt.
Halte den Soundwalk ruhig und überführe die anschließende Sammlung zügig in musikalische Entscheidungen. Im Schulgebäude entsteht leicht Unruhe – der Auftrag muss knapp und tragfähig bleiben: langsam gehen, hören, merken. Die Sammlung kann ausufern; wähle exemplarisch aus, statt jedes genannte Geräusch aufzunehmen. Beim Notieren an der Tafel zeichne nicht als fertige Lösung, sondern als sichtbares Mitdenken.
Von der gemeinsam notierten Geräuschpartitur zur klingenden Umsetzung in der nächsten Stunde.
Die Karten verdichten die praktische Unterrichtsbewegung, ohne den Durchführungstext zu ersetzen.
Ein langsamer Soundwalk wird zur Grundlage einer gemeinsamen grafischen Partitur.
Aufschreiben bedeutet hier: Wahrnehmung auswählen, Instrumenten zuordnen und in eine spielbare Form bringen.
Soundwalk-Arbeitsblatt, zweites Arbeitsblatt mit leerer Partiturfläche und Legendentabelle, Stifte, Tafel/Smartboard, Hörjournal.
Entscheidend ist, dass Materialsuche die Stunde nicht unterbricht.
Von der gemeinsam notierten Geräuschpartitur zur klingenden Umsetzung.
Ein langsamer Soundwalk wird zur Grundlage einer gemeinsamen grafischen Partitur.
Aufschreiben bedeutet hier: Wahrnehmung auswählen, Instrumenten zuordnen und in eine spielbare Form bringen.
Stille, Hörjournal, Soundwalk, Geräusche sammeln, Symbol-Zuordnung reaktivieren, Partitur an der Tafel entwickeln.
Die Herausforderung liegt darin, Wahrnehmung, Ordnung und Verantwortung nicht vorschnell an die Lehrkraft zurückzuziehen.
Halte den Rahmen klar, gib Verantwortung an die Gruppe zurück und frage immer nach der Funktion: Woran merken wir, dass es trägt?
Von der gemeinsam notierten Geräuschpartitur zur klingenden Umsetzung.